Das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm ist am 31.12.2013 ausgelaufen. Diese Seite dient lediglich zur Information und wird nicht mehr aktualisiert. Informationen zu Horizont 2020, dem neuen EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, finden Sie unter www.horizont2020.de.
Unteraufträge (Subcontracts)

Unteraufträge (Subcontracts)

Ein Unterauftragnehmer führt in der Regel spezielle Arbeiten durch, die der Zuwendungsempfänger so selbst nicht leisten kann oder die Beauftragung eines spezialisierten Anbieters ist effizienter. Beispiele für Unteraufträge können sein: Audits, Drucke von Flyern oder Broschüren, Catering, Analysen von Proben, Einrichtung von Webseiten etc.

Eine Vergabe von Unteraufträgen zwischen Zuwendungsempfängern eines Konsoriums ist nicht zulässig. Außerdem sollten Zuwendungsempfänger keine Unteraufträge an mit ihnen verbundene Rechtspersonen vergeben, da diese in der Regel über die Sonderklausel Nr. 10 einzubeziehen sind.

Unteraufträge müssen grundsätzlich im Annex I der Finanzhilfevereinbarung angegeben, begründet und vorab von der Kommission genehmigt werden. Nur in Ausnahmefällen kann ein Unterauftrag noch nachträglich im Projekt vergeben werden, ohne dass er im Annex I speziell benannt ist. Dies ist bei sog. geringfügigen Aufgaben (minor tasks) möglich, die zwar für die Durchführung des Projekts erforderlich sind, aber keine Projektaufgabe im engeren Sinn darstellen. Beispiele für solche geringfügigen Aufgaben sind das Drucken von Flyern oder Catering für ein Projektmeeting.

Weiter Informationen zu Unteraufträgen finden Sie unter: 

 

Definition

Unteraufträge grenzen sich durch die folgenden Kriterien von Dritten, die Ressourcen zur Verfügung stellen, ab:

  • Der Unterauftrag basiert auf marktüblichen Geschäftsbedingungen (d. h. der Preis, den der Unterauftragnehmer in Rechnung stellt, enthält einen Gewinn).
  • Der Unterauftragnehmer arbeitet selbständig, ohne direkte Beaufsichtigung durch den Zuwendungsempfänger.
  • Er wird in der Regel an seinem eigenen Arbeitsplatz tätig und seine Buchführungsregeln unterscheiden sich von denen des Zuwendungsempfängers.
  • Er führt einen Teil der Arbeiten selbst aus und stellt nicht nur Ressourcen zur Verfügung.
  • Die Motivation des Unterauftragnehmers ist rein finanziell und nicht projektorientiert. 

Inhalt

Die Vergabe von Unteraufträgen darf nur bestimmte Zuarbeiten oder Dienstleistungen zum Projekt betreffen. Die Kernbestandteile der Projektarbeit, insbesondere die Forschungstätigkeiten, dürfen nicht an Unterauftragnehmer ausgelagert werden, sondern müssen von den Zuwendungsemfpfängern ausgeführt werden.

Die Aufgaben des Koordinators wie die Verteilung der Mittel oder Prüfung der Berichte nach Annex II.2.3 der Finanzhilfevereinbarung (sog. administrative Projektkoordination) dürfen ebenfalls nicht im Rahmen eines Unterauftrags vergeben werden.

Auch bei der Vergabe eines Unterauftrags bleibt der Zuwendungsemfpfänger in vollem Umfang für die Erfüllung seiner Pflichten aus der Finanzhilfevereinbarung verantwortlich. Diese Verantwortung schließt die vom Unterauftragnehmer ausgeführten Arbeiten mit ein. Der Zuwendungsempfänger muss beispielsweise durch entsprechende vertragliche Regelung gewährleisten, dass neues geistiges Eigentum, das ggf. von einem Unterauftragnehmer geschaffen wird, beim Zuwendungsempfänger verbleibt. 

Kosten

Zuwendungsempfänger können die Kosten des Unterauftrags als direkte erstattungsfähige Kosten gegenüber der Kommission geltend machen. Die Förderquote richtet sich dabei nach der vom Unterauftragnehmer ausgeübten Tätigkeit. So wird der Druck eines Flyers zur Verbreitung der Forschungsergebnisse als sonstige Aktivität z. B. mit 100 % erstattet. Zuarbeiten im Forschungsbereich werden mit 50 % bzw. 75 %, je nach Status der Einrichtung, gefördert.  

Zuwendungsemfpfänger, die ihre indirekte Kosten durch eine Pauschale erstattet bekommen, dürfen für Unterauftäge, die nicht auf ihrem Betriebsgelände ausgeführt werden, keinen Overhead berechnen.  

Vergabe

Nach Annex II.7 Nr. 3 der Finanzhilfevereinbarung müssen Unterverträge an das wirtschaftlich günstigste Angebot (mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis) vergeben werden. Dabei muss jede Einrichtung die für sie geltenden Vergabeverfahren einhalten. Öffentliche Einrichtungen müssen sich beispielsweise an das nationale Vergaberecht halten und ihre Aufträge ggf. öffentlich ausschreiben. In jedem Fall muss eine Vergabe nach den Grundsätzen der Transparenz und Gleichbehandlung durchgeführt werden, d. h. der Zuwendungsempfänger muss nachweisen können, dass:

  • die Einreichungs- und Auswahlkriterien eindeutig und für jede Rechtsperson, die ein Angebot einreicht, identisch sind
  • bei der Angebotsauswahl keine Interessenkonflikte vorliegen
  • die Auswahl auf Basis des wirtschaftlich günstigsten Angebots (besten Preis-Leistungs-Verhältnis) erfolgte

Dabei kann auf bestehende Rahmenverträge zurückgegriffen werden, sofern sie auf den oben genannten Grundsätzen basieren. 

Weitere Informationen zu Unteraufträgen finden Sie im Leitfaden zu finanziellen Angelegenheiten.

 

Kontakt

  • Nicole Schröder

    • PT-DLR, EU-Büro des BMBF
    • Heinrich-Konen-Str. 1
    • 53227 Bonn
    • Telefonnummer: 030 / 67055-788
    • E-Mail-Adresse: nicole.schroeder@dlr.de
    • Homepage: http://www.eubuero.de/ruf.htm
  • Alexandra Burgholz

    • PT-DLR, EU-Büro des BMBF
    • Heinrich-Konen-Straße 1
    • 53227 Bonn
    • Telefonnummer: 030 / 67055-737
    • E-Mail-Adresse: alexandra.burgholz@dlr.de
    • Homepage: http://www.eubuero.de/ruf.htm
  • Liane Lewerentz

    • PT-DLR, EU-Büro des BMBF
    • Heinrich-Konen-Str. 1
    • 53227 Bonn
    • Telefonnummer: 0228 / 3821-1652
    • E-Mail-Adresse: liane.lewerentz@dlr.de
    • Homepage: http://www.eubuero.de/ruf.htm
 

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