Das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm ist am 31.12.2013 ausgelaufen. Diese Seite dient lediglich zur Information und wird nicht mehr aktualisiert. Informationen zu Horizont 2020, dem neuen EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, finden Sie unter www.horizont2020.de.
Audit durch die Europäsiche Kommission

Audit durch die Europäische Kommission

Die Europäische Kommission hat den Auftrag die zweckmäßige Verwendung der Fördergelder des EU-Forschungsrahmenprogramms zu überprüfen und sicherzustellen. Die Prüfung kann dabei durch Beamte oder Mitarbeiter der Kommission, den Europäischen Rechnungshof oder private Wirtschaftsprüfungsunternehmen im Auftrag der Kommission erfolgen. 

Zum 7. FRP hat die Kommission ihre Prüftätigkeit stark erhöht. So sollen im 6. und 7. FRP ca. 40% der von der EU gezahlten Fördergelder überprüft werden. Neben großen Einrichtungen mit den höchsten Fordersummen und von der Kommission als „high-risk“ eingestufte Einrichtungen kann darüber hinaus jeder Zuwendungsempfänger nach dem Zufallsprinzip geprüft werden.

Da solches Audit jeden Zuwendungsempfänger bis zu fünf Jahren nach Projektende treffen kann, sollten die Einrichtungen ein ordnungsgemäßes und transparentes Finanzmanagement verfolgen und alle Belege und Rechnungen mit Projektbezug sorgfältig aufzubewahren.

Stellt die Kommission dabei fest, dass nicht erstattungsfähige Kosten abgerechnet worden sind, kann sie eine Rückzahlung des entsprechenden Betrages verlangen. Im Falle eines systematischen Fehlers nimmt die Kommission an, dass sich dieser Fehler auf alle Abrechnungen einer Einrichtung im EU-Forschungsrahmenprogramm bezieht. Im ungünstigsten Fall muss die Einrichtung dann sämtliche Kosten der abgeschlossen und laufenden Projekte nachrechnen, sie korrigieren und entsprechende Rückzahlungen leisten. Ist eine Vielzahl von Projekten betroffen, hat die Einrichtung auch die Möglichkeit eine Extrapolation vorzunehmen und einen Pauschalsatz zurückerstatten. Weitere Informationen zur Extrapolation enthält die Kommissionsentscheidung zur Vereinfachung des Einziehungsverfahrens im Rahmen der Umsetzung der Prüfstrategie zu den FRP.  

Neben der Rückzahlung zuviel gezahlter Beträge kann die Kommission Schadensersatz oder eine zusätzliche Vertragsstrafe fordern. Bei schwerwiegenden Pflichtverletzungen kann sie zusätzlich Zuwendungsempfänger bis zu zwei Jahre von EU-finanzierten Projekten ausschließen. 

 

 

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Kontakt

  • Liane Lewerentz

    • PT-DLR, EU-Büro des BMBF
    • Heinrich-Konen-Str. 1
    • 53227 Bonn
    • Telefonnummer: 0228 / 3821-1652
    • E-Mail-Adresse: liane.lewerentz@dlr.de
    • Homepage: http://www.eubuero.de/ruf.htm
  • Alexandra Burgholz

    • PT-DLR, EU-Büro des BMBF
    • Heinrich-Konen-Straße 1
    • 53227 Bonn
    • Telefonnummer: 030 / 67055-737
    • E-Mail-Adresse: alexandra.burgholz@dlr.de
    • Homepage: http://www.eubuero.de/ruf.htm
 

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